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Energieausweis

Energieausweis

Der Energieausweis

Ab dem 01. Mai 2014 sind in Anzeigen (Internet, Zeitung, etc.) grundsätzlich Angaben zum Energieverbrauch und, sofern vorhanden, zur Energieeffizienzklasse zu machen. Die Angaben müssen auf einem Energieausweis beruhen, der nicht älter als  10 Jahre sein darf. Diese Verpflichtung trifft jeden, unabhängig davon, ob die Immobilie von Privat beworben wird oder professionell über einen Makler.

Bei der Erstbesichtigung mit einem Interessenten muss der gültige Energieausweis diesem zudem vorgelegt werden. Die Missachtung dieser Vorschriften kann empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Der Energieausweis soll es einem Käufer oder einem Mieter erleichtern und ermöglichen, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu erkennen. Alle ab dem 01. Mai 2014 ausgestellte Energieausweise müssen zudem Angaben zur Energieeffizienzklassen (von A bis D oder von grün bis rot) der Immobilie machen. Jedoch behalten auch die noch bestehenden Energieausweise ihre Gültigkeit, auch wenn diese noch keine Angaben zur Energieeffizienzklasse enthalten, sofern sie nicht älter als 10 Jahre sind.

Mit Hilfe des Energieausweises sollen Interessenten objektiv über den Energieverbrauch informiert werden. Zudem zeigt der Energieausweis Einsparpotenziale auf und ermöglicht es so, die energetische Qualität von Häusern bundesweit zu vergleichen.

Voraussetzung für die Ausstellung eines Energieausweises ist, dass zuvor eine energetische Analyse Ihres Gebäudes durchgeführt wurde. Der Energieausweis gibt dann detailliert Auskunft über Energieverbrauch, Wärmeverluste, Einsparpotenziale und Sanierungsmöglichkeiten.

Gesetzeslage

Durch die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurden alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, einen Energieausweis für Gebäude einzuführen. Für Neubauten ist der Energiebedarfsausweis nach EnEV (Energie Einsparverordnung) schon seit 2002 verpflichtend vorgeschrieben. Seit dem 01. Juli 2009 gilt zudem, dass  für alle Wohn- und Nicht-Wohngebäude im Verkaufs- oder Vermietungsfall ein Energieausweise ausgestellt werden muss. In öffentlichen Gebäuden mit regelmäßigem Publikumsverkehr sind Energieausweise zudem gut sichtbar auszuhängen.

Der Gesetzgeber hat diese Regelungen nun seit dem 01. Mai 2014 weiter vertschärft. Immobilien, die zu verkaufen oder zu vermieten sind, dürfen ab sofort nur noch mit Angaben zum Energieverbrauch und, sofern vorhanden, Energieeffizienzklasse, beworben werden. Des weiteren muss dem Interessenten bereits im Rahmen der ersten Besichtigung der gültige Energieausweis vorgelegt werden, so dass es seit dem 01. Mai 2014 zwingend erforderlich ist, einen Energieausweis vorweisen zu können. Durch ein Kontrollsystem (Stichprobenkontrollen und ggf. Vor-Ort-Kontrollen) soll zudem die Einhaltung dieser Verpflichtungen überwacht werden.

Sowohl Mieter als auch Käufer und Pächter von Immobilien oder Wohnungen haben das Recht, vor Vertragsabschluss den gültigen Energieausweis einzusehen. Für bestehende Miet- oder Pachtverhältnisse besteht diese Verpflichtung jedoch nicht.

Durch den Energieausweis sollen Mietern und Käufern eine objektive Entscheidungshilfe bekommen, um die energetische Qualität des Kauf- oder Mietobjekts besser beurteilen zu können. Hintergrund der verpflichtenden Einführung von Energieausweisen ist die Hoffnung des Gesetzgebers, dauerhaft Energie und Heizkosten zu sparen. Der Energieausweis dient jedoch ausschließlich der Information, so dass sich Rechtsansprüche z.B. auf Durchführung einer Modernisierung daraus nicht ableiten lassen.

Ausweistypen

Grundsätzlich können Energieausweise in zwei verschiedenen Ausführungen ausgestellt werden: Ausweise über den theoretischen Energiebedarf (Bedarfsausweis, §18 EnEV) und Ausweise über den Verbrauch (Verbrauchsausweis, §19 EnEV). Beide Typen, sowohl Bedarfsausweis als auch Verbrauchsausweis, sind mit den EU-Gebäuderichtlinie vereinbar und dürfen sowohl für Wohn- als auch für Nicht-Wohngebäude erstellt werden.

Eine Ausnahme besteht für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, sofern für diese ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde. Für diese Objekte sind nur Bedarfsausweise zulässig, es sei denn, beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutz-Verordnung von 1977 erreicht.

Bedarfsausweis

Die Angaben im Bedarfsausweis geben Auskunft darüber, was der Mieter/Käufer bei einem durchschnittlich Nutzungsverhalten in etwa an Energiebedarf zu erwarten hat. Angaben zu besonderen Standortfaktoren der Immobilie (extreme Höhenlage, o.ä.) macht der Ausweis jedoch nicht. Somit sind die Angaben in der Regel nur bei durchschnittlichen Standorten auch tatsächlich aussagekräftig. In der Realität ist dies zwar meist nur annähernd der Fall, es können aber verschiedene Häuser hinsichtlich ihrer technischen Qualität miteinander verglichen werden. Hierdurch entsteht eine Markttransparenz für Gebäude.

Verbrauchsausweis

Die Angaben im Verbrauchsausweis geben Auskunft darüber, mit welchem Energieverbrauch zu rechnen ist, wenn sich der neue Mieter oder Eigentümer so verhält, wie die bisherigen Bewohner. Auch hier gilt die Aussage für einen durchschnittlichen Standort. Unter denselben Rahmenbedingungen kann dadurch in etwa ein zukünftiger Energieverbrauch abgeschätzt werden. Ein Vergleich unterschiedlicher Gebäude ist mit einem Verbrauchsausweis jedoch nicht möglich. Auch Angaben zu möglichen Verbesserungen der Energieeffizienz des Gebäudes sind nicht möglich.

Problematik bei der Wahl der Ausweisart

Bei einem Verbrauchsausweis besteht das Problem, dass das Nutzerverhalten von Immobilien bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich ist und damit die Energieverbräuche selbst bei identischen Gebäuden stark voneinander abweichen können. Damit ist die Aussagekraft von Energieausweisen auf Verbrauchsbasis begrenzt. Nachteilig für Verbrauchsausweise ist zudem, dass keine konkreten Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz gegeben werden können, da keine Datenaufnahme des Gebäudes erfolgt.

Der einzige Vorteil des Verbrauchsausweises liegt im Preis. Das Aufwändigste bei der Erstellung eines Bedarfsausweises ist die Datenaufnahme vor Ort. Diese entfällt bei der Erstellung eines Verbrauchsausweises, da die einzigen erforderlichen Daten die Angaben über den Energieverbrauch, die Wohnfläche, das Heizsystem sowie über Leerstände sind.

Gültigkeitsdauer

Der Energieausweis ist grundsätzlich 10 Jahre gültig. Eine Verlängerung ist nicht möglich, so dass nach Ablauf von 10 Jahren ein neuer Energieausweis erstellt werden muss. Der Energieausweis verliert zudem seine Gültigkeit, wenn aufgrund von Um- oder Anbauten ein neuer Energieausweis im Rahmen der baurechtlichen Verfahren erstellt werden muss.

Wie läuft eine Energieausweiserstellung ab?

Das Verfahren ist ganz einfach und unbürokratisch. Sie als Eigentümer beauftragen uns mit der Erstellung eines Energieausweises. Wir nehmen gemeinsam mit Ihnen die Gebäudedaten vor Ort auf und leiten diese an unseren zugelassenen Energieberater weiter, der die Daten zunächst prüft und im Anschluss daran den Energieausweis ausstellt. Den Energieausweis erhalten Sie dann binnen weniger Tage per Post oder eMail.

Vorsicht Falle: Energieausweise zu Dumpingpreisen “Energieausweis nur 9,90 Euro”

Einige Firmen werden derzeit damit, Ihnen einen Energieausweis für 9,90 Euro zu erstellen. Was im ersten Augenblick verlockend klingt, kann sich jedoch später als großes Problem darstellen. Bei diesen Anbietern müssen die Eigentümer lediglich einen Internet-Fragebogen über den Energieverbrauch der letzen drei Jahre ausfüllen und wenig später liegt der fertige “Energieausweis” in ihrem Briefkasten. Ohne Vor-Ort-Termin oder größeren Aufwand – allerdings erhalten Sie so oftmals auch keinen gültigen Energieausweis. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass gegen Sie ein Bußgeld verhängt wird, da Sie sich nicht an die Vorgaben der Energie Einsparverordnung (EnEV) gehalten haben. Die Vorlage eines nicht vollständigen Ausweises kann im schlimmsten Fall mit Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro geahndet werden.

Zusammenfassung:

Energieausweise sind bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden bzw. Wohnungen Pflicht. Es sollte daher im Interesse eines jeden Eigentümers liegen, schon jetzt einen Bedarfsausweis vorlegen zu können, um damit die energetische Qualität des Gebäudes belegen zu können. Jeder Eigentümer mit Verkaufsabsichten und jeder Vermieter muss wirtschaftlich denken und darf erwarten, dass wir sein Eigentum mit der nötigen Sensibilität behandeln. Es geht schließlich um sein investiertes Kapital.

Im Zuge einer Vor-Ort-Beratung, nehmen wir den Bestand Ihres Gebäudes vom Keller bis zum Dach auf und erstellen ein Gutachten. Darauf aufbauend bekommen Sie fachgerechte, auf Ihre Vorstellungen und Möglichkeiten maßgeschneiderte Vorschläge für eine Sanierung. Natürlich unabhängig wie für Freiberufler üblich.


Gerne informieren wir Sie auch telefonisch unter 07452 – 7508292 zum Thema Energieausweis und unterbreiten Ihnen ein entsprechendes Angebot.